Siedfleisch

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PRÄSENTATION

Das Siedfleisch ist eines der großen Klassiker der italienischen Küche, ein zweiter Gang, einfach und ehrlich, der nach Zuhause duftet. Zubereitet mit Rindbrust (biancostato) und frischem Gemüse, ist das Siedfleisch ein traditionelles Rezept, das ganz auf die Qualität der Zutaten und auf ein langsames, schonendes Garen setzt, sodass das Fleisch zart und würzig wird.

Oft denkt man beim Siedfleisch an ein aufwendiges Gericht oder nur an besondere Anlässe, dabei ist es eigentlich leicht zuzubereiten und perfekt auch fürs Sonntagsessen: Ihr könnt die Fleischbrühe als ersten Gang mit leckeren Cappelletti oder Tortellini servieren oder als Basis für Suppen und Risotti verwenden. Danach das in Scheiben geschnittene Siedfleisch, weich und saftig, serviert mit dem Gemüse und der typischen grünen Sauce und Mostarda.

Das Geheimnis für ein perfektes Ergebnis liegt darin, die richtigen Garzeiten einzuhalten und das Gleichgewicht zwischen Fleisch und Aromen zu wahren: Möhren, Sellerie und Zwiebel bereichern die Brühe und heben den Rindgeschmack hervor, ohne ihn zu überdecken. 

Schaut euch auch diese Varianten an:

ZUTATEN
Rinderbrust 1 kg
Sellerie 260 g
Weiße Zwiebeln 150 g
Karotten 110 g - mit Grün
Wasser 4 l
Petersilie 1 Büschel
Thymian 1 Zweig
Lorbeer 2 Blätter
Nelken 4
Feines Salz nach Bedarf
Schwarzer Pfefferkörner nach Bedarf

Zubereitung

Um das Siedfleisch vorzubereiten, zunächst die Zwiebel putzen 1 und mit Nelken spicken, also die Nelken in die Zwiebel stecken, damit sie beim Kochen nicht verloren gehen 2. Den Sellerie putzen: die Blätter nicht wegwerfen und die Stangen grob schneiden 3.

Die Pfefferkörner auf ein Stück Backpapier legen 4, es zu einem Päckchen falten und mit Küchengarn verschließen 5. Jetzt alles in einen großen Topf geben: die ungeschälten Möhren, bei denen ihr das Grün entfernt habt, die Selleriestangen und die Blätter 6.

Die gespickte Zwiebel dazugeben 7, den Petersilienbund 8 und das Pfefferpäckchen 9.

Mit kaltem Wasser bedecken 10 und zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht, nach Belieben salzen und die Fleischstücke hineingeben 11. Sanft 3 Stunden köcheln lassen und dabei mit einer Schaumkelle die Verunreinigungen entfernen. Am Ende der Garzeit auch die Sellerieblätter und das Pfefferpäckchen entfernen 12.

Das Siedfleisch ist fertig 13, also das Fleisch abtropfen lassen, die Knochen entfernen und in Stücke schneiden 14. Euer Siedfleisch ist bereit, mit grüner Sauce und Mostarda serviert zu werden 15!

Aufbewahrung

Das Siedfleisch kann ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Ihr könnt es einfrieren, wenn ihr frische Zutaten verwendet habt.

Die Brühe kann ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahrt oder eingefroren werden; wir empfehlen, sie in Eiswürfelformen zu füllen, so habt ihr praktische Würfel zur Hand, die ihr bei Bedarf verwenden könnt.

Tipp

Statt des Biancostato könnt ihr andere Fleischstücke verwenden, zum Beispiel Cappello del prete (oder Copertina), den Muskel (Girello della spalla mit Sehne), die Brustspitze und das Reale (costato).

Ihr könnt das Siedfleisch auch mit einer Eifreie grüne Soße begleiten, als Alternative zur klassischen Version.

Wisst ihr nicht, was ihr mit übrig gebliebenem Siedfleisch anfangen sollt? Probiert unser Rezept für Fleischbällchen aus gekochtem Fleisch und Ricotta!

Was ist der Unterschied zwischen Siedfleisch und Fleischbrühe?

Der Unterschied zwischen Siedfleisch und Fleischbrühe liegt im Kochvorgang: Für die Brühe werden Fleisch und Gemüse ins kalte Wasser gegeben und dann zusammen aufgekocht. Beim Siedfleisch hingegen beginnt man mit der Basis der Brühe, das heißt, das Wasser mit dem Gemüse wird zuerst zum Kochen gebracht und erst danach wird das Fleisch hinzugefügt. 

Es geht dabei nicht nur um die Zubereitung, sondern auch um Geschmack und Konsistenz: Beim Siedfleisch ist der Fleischgeschmack etwas leichter, aber die Konsistenz viel zarter. Bei der Fleischbrühe ist der Geschmack hingegen kräftiger.

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